2. Vereins- und Selbsthilfe-Gruppentreffen 2019

Donnerstag 16. Mai 2019, 18:00 – 21:00 Uhr, Ort: Räume der Sana-Klinik in Rummelsberg

Von ca. 190 geladenen Selbsthilfe- und/oder Vereinsmitglieder der Initiativgruppe waren letztlich ca. 50 anwesend.

Zunächst brachte Diakon Pfeufer wieder Gedanken zum Leben an sich und dem Leben Arm- oder Beinamputierter im Besonderen zu Gehör.
Zur Situation amputierter Menschen erzählte er das Gleichnis von den zwei Fröschen, die in ein Butterfass (Rahm) gefallen waren. Wobei der eine kämpft und die Prüfung annimmt, indem er zu strampeln beginnt und so der Rahm zu Butter wird und er überlebt; wohingegen der andere Frosch ohne zu kämpfen aufgibt. Was soll er strampeln? Das lohnt sich doch sowieso nicht! Und so geht er im Rahm unter. Übertragen auf die Situation von Amputierten bedeutet dies, trotz Amputation nicht aufzugeben, das Leben anzunehmen und zu kämpfen, so schwer es zunächst auch sein mag. Und was lernen wir daraus? Nur wer sich bewegt, auch im übertragenen Sinne, überwindet selbst schwierige Situationen und schafft so seine persönliche lebenswerte Grundlage. Wie Diakon Pfeufer betonte, zollt er hierfür jedem der Betroffenen seinen Respekt.

Anschließend war zu diesem zweiten Gruppentreffen in 2019 eine Präsentation von Unternehmen und Produkten der Streifeneder ortho.production GmbH aus München angesagt. Erste Kontakte hierzu hatten wir auf der Leipziger Orthopädie-Messe OTWorld 2018 geknüpft und dann zeitnah diesen Vortrag vereinbart.

Diese Gelegenheit nahmen der Orthopädietechnikmeister Michael Sümmerer und sein Kollegen Georg Dallüge wahr und gewährten uns interessante und kurzweilige Einblicke in Unternehmensgefüge und Produktentwicklung.

Danach existiert die Streifeneder-Gruppe seit rund 90 Jahren, hat ihren Stammsitz in München und ist mit mehr als 700 Mitarbeitern noch heute familiengeführt.

Schwerpunktmäßig wurde auf die Streifeneder ortho.production GmbH mit den 3 Produktkategorien Prothesenfüße, Liner und Kniegelenke eingegangen. Hier sollten zum einen die Produktunterschiede erläutert und zum anderen die allgemeinen Funktionsprinzipien dargestellt werden.

Die Kniefamilie KINEGEN besteht aus den mechanischen Kniegelenken .smart, .air und .air-aktiv. Für erste Gehversuche ist KINEGEN.smart generiert. Das Bremskniegelenk mit Sperre legt besonderen Wert auf hohe Sicherheit.
Das Kniegelenk KINEGEN.air bietet ein breites Aktivitätsspektrum. Als Bremskniegelenk mit pneumatischer Schwungphasensteuerung verspricht es hohe Standsicherheit durch lastabhängige Bremse und rückverlagerte Gelenkachse. Die pneumatische Endlagendämpfung sorgt für optimalen Tragekomfort.

Das Kniegelenk KINEGEN.air-activ verfügt über stufenlose Einstellmöglichkeiten des pneumatischen Extensions- und Flexionswiderstandes für ein natürliches Gangbild. Er ist für die höhere Aktivitätsklassen 3-4 gedacht. Die pneumatische Schwungphasensteuerung wird über justierbare Doppelkammer-Pneumatik gesteuert. Durch polyzentrische Kniegelenkskonstruktion kommt es zur Beinverkürzung in der Schwungphase und somit zu hohem Stolperschutz. Es erlaubt auch höhere Gehgeschwindigkeiten. Durch Mehrachsigkeit wird vermieden, dass der Fuß beim Anheben und nach vorne schwingt und aufschleift.

Die Fußfamilie GO. besteht aus den Modellen GO.smart und GO.free.
Go.smart ist ein Karbonfederfuß mit Elastomerplatte. Er ist multiaxial aufgebaut. Eine breite Basisfeder sorgt für seitliche Stabilität und langen Vollkontakt. Das intelligente Zusammenspiel von Elastomer und Karbon sorgt für ein geregeltes dynamisches Verhalten und ein natürliches Gangbild. Der GO.smart findet seinen Einsatz überwiegend in den Aktivitätsklassen 1-2. GO.
Free ist ebenfalls ein multiaxialer Karbonfuß mit Karbonfeder und Elastomerplatte, mit allen Merkmalen wie der GO.smart. Allerdings kann beim GO.free die Fersenhärte durch Fersenkeile flexibel eingestellt werden. Dies fördert ein dynamisches und natürliches Gangbild auch auf unterschiedlichen Untergründen.

Die Produktkategorie Liner-Versorgung dient einerseits dem Komfort beim Tragen einer Beinprothese, vor allem aber der Prothesenbefestigung. Angeboten werden 2 Materialien, nämlich Silikon und Gel (Polymer-).
Silikon-Liner sind fest und straff und besonders für druckempfindliche Anwender geeignet. Sie bieten optimalen Tragekomfort und angenehme Dämpfung und passen sich Volumenänderungen am Stumpf an.
Gel-Liner sind weich und thermisch verformbar. Sie finden vorwiegend für prothetische Versorgungen von Unterschenkelamputation und zur Weichteilsubstitution an der vorderen Schienbeinkante und am Stumpfende Anwendung.

Die Produktvorstellung und vor allem die Darstellung der Funktionsprinzipien wurden von den Zuhörern sehr interessiert aufgenommen. Einen Mechanismus, den man versteht, lässt sich dann auch besser in der Praxis einsetzen! Hier ist anzumerken, dass dem Vortrag auch die anwesenden Vertreter von Pohlig, Riedel & Pfeuffer und Marx/Rieger (Wettbewerber und teilweise auch Kunden von Streifeneder) konzentriert lauschten.

Wie immer pflegte man nach dem Vortrag das gemütliche Beisammensein und den persönlichen Austausch, diesmal mit deftigen Bratwürsten und Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat.

Wir bedanken uns bei Herrn Sümmerer und Kollegen für ihr kompetentes Referat und die finanzielle Beteiligung an dem anschließenden warmen Buffet.

Auch diesmal also wieder ein gelungenes Gruppentreffen.

Stammtisch-Geschichten – „Klappe – die Erste!“

Der Amputierten-Stammtisch unserer Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter existiert mittlerweile seit mehr als 5 Jahren – traditionell bei „unserem Wirt“ Rudi Polzer in der „Sonne in Altdorf.

Ab spätestens 19:00 Uhr trudeln meist Stammgäste, aber auch teilweise wechselnde Teilnehmer ein. Ein „bunter Haufen“ – Männlein, Weiblein, behindert, nicht behindert, Unterschenkel-, Oberschenkel-, Arm- oder Vorfuß-Amputierte. Mittlerweile eine homogene, eingeschworene Gemeinschaft.
Mitzubringen ist nur ein bisschen Zeit und gute Laune, und wenn’s an dieser mal fehlt, dann sorgt die Gruppe dafür, dass sich das ganz schnell ändert.

So geschehen auch am Freitag, den 01. März 2019.
Wie gewohnt verbrachten wir den Freitagabend in gemütlicher Runde, um so das Wochenende einzuläuten. Und dann passierte es!

Unser Egid Simon erhielt Besuch vom Bayerischen Rundfunk – und zwar in Gestalt der aus der Oberpfalz stammende Schauspielerin „Karina Dengler“ – bekannt aus der Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ – werktags immer um 19:30 Uhr in BR3.

Sie bemühte sich so intensiv um unseren Egid, dass ich schon Angst bekam, der BR wolle ihn evtl. abwerben für eine tragende oder fahrende Rolle (Rollstuhl!) bei Funk und Fernsehen – zuzutrauen wäre es ihm ja.

Dazu kam es dann zum Glück nicht; Egid musste sich nur mit dem Star ablichten lassen und versprechen, dieses Foto auf unserer Homepage zu zeigen. Was er sich natürlich gerne gefallen ließ.

Und was zeigt uns das? Egid ist unermüdlich für die Initiativgruppe tätig – sogar in seiner Freizeit am Stammtisch!

Jahreshauptversammlung – Datenschutz ernst genommen

„Aktives Vereinsleben und Unterstützung zur Selbsthilfe“

Jahresversammlung der Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter e. V. mit Satzungsänderung aufgrund neuer DSGV.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter e. V. fand wieder im Konferenzsaal der SANA-Klinik in Rummelsberg statt.

Der 1. Vorsitzende Egid Simon begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und gedachte den im vorigen Jahr verstorbenen Mitgliedern, denen man ein Ehrendes Gedenken bewahren werde.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Egid Simon auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Es sei ein erfolgreiches Vereinsjahr gewesen, mit interessanten Vorträgen, anspruchsvollen Gruppenfahrten wie z. B. den Besuch der Orthopädiemesse OTWorld in Leipzig. Besonders hervorgehoben hat Egid Simon die diversen Aktivitäten zum Aufbau einer Regensburger Selbsthilfegruppe „Flamingos“. Unter dem Dach der Initiativgruppe wird auch diese Selbsthilfegruppe, neben der Rummelsberger SHG Initiativgruppe Gliedmaßanamputierter und der Amberger SHG „Roadrunner“, satzungsgemäße Unterstützung und Einbindung in gemeinsame gesellschaftliche Aktivitäten erfahren.

Schatzmeister Erich Hübner legte wieder ein gutes Jahresergebnis vor. Er beleuchtete kurz die erfreuliche Mitgliederentwicklung und freute sich über das gestiegene Spendenaufkommen und die insgesamt soliden Finanzen.

Hans-Günther Scharrer und Ralf Baumgartl als Kassenprüfer bescheinigten Hübner eine vorbildliche Kassenführung. Vorstandschaft mit Schatzmeister wurden daraufhin von der Versammlung einstimmig entlastet.

Anschließend wurde über eine beantragte Satzungsänderung bzw. –erweiterung abgestimmt. Die anwesenden Mitglieder votierten einstimmig für die Satzungänderungen hinsichtlich erweiterter Mitgliedschaft im Verein und Aufnahme einer Datenschutzklausel gem. DSGVO als Abschnitt IV.

„Wir haben uns für 2019 viel vorgenommen“, eröffnete Vorstand Simon den Tagesordnungspunkt „Vorschau 2019“.

Zunächst steht eine Teilnahme an der Jahreshauptversammlung des Bundesverbands BMAB in Saarbrücken an, mit einem angegliederten Workshop zum Thema „Leben in Bewegung trotz Amputation“ mit umfangreichen Referaten und Vorträgen.

Beim nächsten Gruppentreffen am 16. Mai 2019 ist eine Präsentation der Fa. Streifeneder geplant, es wird großes Interesse erwartet.

Noch ohne festen Termin ist ein Austausch mit der SHG für Amputierte Würzburg geplant, dies auch vor dem Hintergrund einer eventuellen mittelfristigen Gründung eines Landesverband Arm- und Beinamputierte Bayern.

Am 1. Mai ist soll wieder ein Maiausflug stattfinden, Ziel noch unbestimmt, als Wanderung bzw. Nordic Walking mit anschließender Einkehr und Ausklingen mit Kaffee und Kuchen. Der Organisator der traditionellen 1.Mai-Radtour ist in diesem Jahr leider durch die Teilnahme an einem Radwettbewerb in Italien verhindert. Wir drücken ihm die Daumen.

Weiter sind Gruppenfahrten vorgesehen zur Rehaklinik „Roter Hügel“ in Bayreuth und zur Altmühlseeklinik Hensoltshöhe in Gunzenhausen.

Am 07. September findet dann wieder das große SHG-Sommerfest in Rummelsberg statt, diesmal allerdings als Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen der Initiativgruppe. Die Jubiläumsveranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Ascherl Tirschenreuth, der vor 10 Jahren die Gründung mit initiiert hatte. Eingeladen sind neben den Gruppenmitgliedern auch hochrangige Vertreter aus Politik und Ärzteschaft sowie Sponsorenvertreter. An dieser Stelle der Aufruf an alle: Bitte unterstützen Sie uns aktiv mit Ihrer Spende oder einem Sponsoring-Beitrag mit Präsentation Ihres Unternehmens.

Kontaktieren Sie uns unter: www.ig-ampu.de oder info@ig-ampu.de Spenden erbeten an:
Raiba Burgthann
IBAN: DE71 7606 9564 0000 8815 70
BIC: GENODEF1BTO

Im November dann nimmt die erfolgreiche Peers-Gruppe wieder an der jährlich durchgeführten Fortbildung zum Thema Peers im Krankenhaus in Berlin teil. Mit Beteiligung der Rummelsberger Peers startet in 2019 außerdem ein Forschungsvorhaben bzw. eine Studie des Unfallkrankenhaus Berlin UKB und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV um Frau Dr. Melissa Beirau, Fachärztin am UKB, zu dem Thema Peer-Beratung bei Amputation von Gliedmaßen. Geplant ist auch die Beteiligung von Ärzten und Probanden im Klinikum Nürnberg Süd.

Traditionsgemäß bildet die „Weihnachtsfeier“ am 29.11. im Gasthof Sonne bei „unserem“ Wirt Rudolf Polzer den Abschluss des Selbsthilfejahres 2019.

„Bis dahin ist aber noch viel zu tun und wir sind um jede Hilfe dankbar!“ beschließt stellvertretender Vorstand Gerhard Albrecht den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung und leitet zum gemütlichen Beisammensein über.

Mit dem Austausch von Ideen und Wünschen für die zukünftige Arbeit endete die Jahreshauptversammlung der Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter e. V.

„Magischer“ adventlicher Jahresabschluss 2018 der SHG Rummelsberg

Am 30.11.2018 fand die „Weihnachtfeier“ der Initiativgruppe statt.

Wir trafen uns, wie bereits im letzten Jahr, im Gasthof „Zur Sonne“ in Altdorf zu einem gemütlichen Jahresabschluss. Fast 50 Mitglieder aus unserer Selbsthilfegruppe, den Amberger „Roadrunner“ und unsere Unterstützer aus Regensburg waren der Einladung gefolgt.

Egid Simon begrüßte alle Anwesenden herzlich, richtete Grüße vom leider nicht abkömmlichen Prof. Dr. Ascherl, dem „Wegbereiter“ der Initiativgruppe aus und stimmte uns auf einen vergnüglichen Abend ein.

Im Namen der Gruppe überreichte Erich je einen Weihnachtsstern als Dankeschön an die HelferInnen aus der „Weihnachtsbäckerei“, die für die Plätzchentüten bei den Engelchen und Sternen gesorgt hatten und auch leckere Kuchenteller vorbereiteten.
Mit besonderem Dank und je einem Essensgutschein einer Gastwirtschaft in Altenthann wurden die „Küchenfee“ Gabi Zureck für ihr enormes Engagement im „Service“ und die „Caterer“ Gabi Fritzmann und Johannes Rakowski für die hervorragende Verköstigung im Alleingang (Schweinebraten) auf unserem Sommerfest beschert.

Das Highlight des Abends war dann der Auftritt des ELBERUH, des Magiers aus Mittelerde, der uns mit magischem Flötenspiel und hintergründigen Fabeln nachdenklich stimmte aber auch mit fränkischer Mundart recht humorvoll das Gedicht „Die Christbaumspitz“ vortrug. Er schenkte uns einen unvergesslichen Abend.

Fast schon alte Gewohnheit, erfreute uns Gerlinde noch spontan mit zwei lustigen Geschichten zum Schmunzeln und Peter (zwar nicht aus dem Elbenland aber aus dem Elbsandsteingebirge – ist so was ähnliches) ließ mit weihnachtlichen Klängen auf seiner Mundharmonika besinnliche Stimmung aufkommen.

Der restliche Abend war mit hervorragendem Essen, interessanten Gesprächen, freundschaftlichem Geplauder und freundschaftlichem Austausch ein voller Erfolg.

Mit guten Wünschen für die Weihnachtszeit und das kommende Jahr verabschiedete Egid Simon zu später Stunde die Gäste.

Allen Mitgliedern der Selbsthilfegruppe eine besinnliche Adventszeit und ein Frohes Weihnachtsfest.

IG-Ampu Sommerfest Rummelsberg

Am Freitag den 14. September 2018 fand, diesmal wie geplant wieder im Rector-Nicol-Haus in Rummelsberg, unser Sommer- bzw. Jahresfest 2018 statt.

Hierzu eingeladen waren auch die Beauftragten für Selbsthilfegruppen des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputation, Sylvia Wehde und Jürgen Fehrenbach.

Extra aus Berlin bzw. Freiburg angereist, stellten Sylvia und Jürgen den mehr als 50 anwesenden SHG-Mitglieder den Bundesverband BMAB vor.

Sie erläuterten dessen Organisationsstruktur, die gemeinnützig ausgerichteten Ziele und die sich daraus ergebenden Aufgaben; wobei neben der Peer-Schulung das jährlich ausgerichtete BMAB-Jugend-Camp großen Raum einnahm.

Nachdem die Selbsthilfegruppe ig-ampu an sich bereits Verbandsmitglied ist warben Sylvia und Jürgen, selbst in Gruppen in Berlin-Brandenburg und Freiburg aktiv, für eine direkte Mitgliedschaft auch unserer SHG-Mitglieder im Bundesverband – denn nur gemeinsam sind wir stark vertreten!

Begleitet wurde dies alles durch eine hervorragende „Sterneküche“ von Gabi und Johannes, die uns mit einem hervorragenden fränkischen Essen, es gab Schweinebraten mit Kloß, Sauce und Krautsaltat, mmh, mmh, mmh, verwöhnten; abgerundet durch eine breite Getränkeauswahl, gesponsert von Gerhard, und natürlich Kaffee mit diversen Kuchen.

Zu guter Letzt durften wir noch dem Vortrag von Roland Zahn lauschen. Er hat in seinem reifen Alter, oberschenkelamputiert und mit schwerem Gepäck, die beschwerliche Reise von Stuttgart per Bahn auf sich genommen. Mit erstklassigem PPT-Vortrag brachte er uns die Erkenntnisse aus seinem Leben mit der Amputation näher und motivierte uns mit Projekten wie „1.000 km mit Amputation durch Deutschland“  oder dem Prinzip „Wanderspirale, immer rund ums eigene Bett“ (Informationen hierzu auf seiner Homepage Roland Zahn – Bewegung hilft). Bewegung hilft eben!

Wieder Mal eine gelungene Veranstaltung. Dank an alle Organisatoren und Helfer.

2. Vereins- und Selbsthilfegruppentreffen 2018

Mehr als 50 Selbsthilfe- und/oder Vereinsmitglieder waren der Einladung zu unserem 2. Gruppentreffen 2018 am Donnerstag, den 24. Mai 2018, gefolgt.

In die Räume der SANA-Klinik Rummelsberg hatten wir aktuell zum Thema „Wundmanagement“ geladen.

Für den Vortrag konnte dank guter Kontakte unseres Egid Simon die Wundmanagerin und Pflegedirektorin der SANA-Klinik, Frau Ines Böhm, gewonnen werden.

Frau Böhm umriss in einem sehr praxisorientierten Vortrag kompetent und anschaulich die Problematiken in der Wundheilung, Möglichkeiten der Behandlung und den großen Nutzen durch vorbeugende Hygiene, gerade bei Arm- und Bein-Prothesenträgern.

Darüber hinaus leistete die Referentin in vielen persönlichen Einzelgesprächen persönliche Hilfestellung durch konkrete Tipps oder Empfehlungen.

Wir bedanken uns bei Frau Ines Böhm für ihr kompetentes Referat und die hilfreiche persönliche Unterstützung.

Wie immer wurde nach dem Vortrag das gemütliche Beisammensein und der persönliche Austausch gepflegt, diesmal mit Kaffee und Kuchen und einer deftigen Leberkäs-Brotzeit.

Leben in Bewegung trotz Amputation

eine Fortbildungsveranstaltung des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB) und Jahreshauptversammlung des BMAB, 2018

Am Freitag 16.03.2018 fand in Hannover eine Fortbildungsveranstaltung des BMAB „Leben in Bewegung trotz Amputation“ statt.

Unsere SHG war mit 4 Teilnehmern vertreten.
Wir hörten Referate über Probleme nach der Amputation an der unteren Extremität, da es weder Richtlinien noch geeignete Ausbildungen für Chirurgen gibt. Auch für die Rehabilitation nach Beinamputationen sind die Kostenträger nicht auf einem gemeinsamen Nenner. Referate zur Endo Exo Prothese, also die knochengeführte Alternative zur Schaftprothese und deren ortopädietechnische Versorgung schlossen sich an.
Peer Counseling, ein Vortrag von Dieter Jüptner rundete den Vormittag ab.
Am Nachmittag ging es um Phantomschmerz und Physiotherapie nach der Reha-Klinik, um nur einige zu nennen.
Von uns allen erwartet, schloss die Veranstaltung mit dem Referat von Rechtsanwalt Ralf Müller über den Rechtsanspruch auf moderne Prothesenversorgung.
Ein „Come together“  Abend mit vielen Gesprächen rundete diesen Tag ab.

 

Am Samstag 17.03.2018 schloss sich die Jahreshauptversammlung des BMAB an.

Bei den Neuwahlen wurden Dieter Jüptner, Detlef Sonneberg und Arnold Jansen in ihren bisherigen Funktionen wiedergewählt.
Um die 66 angeschlossenen Selbsthilfegruppen mehr einzubinden wurden als Schnittstellen zu den Vorgenannten 3 Selbsthilfegruppenleiter ins Präsidium gewählt.
Es sind dies: Sylvia Wehde, Berlin Brandenburg – Stefan Hartung, Fulda – Hans Jürgen Fehrenbach, Heitersheim
Zusätzlich wurde ein beratendes Gremium gewählt, das sich um „Gangschultraining“ kümmern soll.
Tätig werden hier:  Rolf Brakemeier, Michael Kramer und Rainer Lütkemeyer.

Jahresversammlung der Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter 2018

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter e. V. fand wieder im Konferenzsaal der SANA-Klinik in Rummelsberg statt.

Der 1. Vorsitzende Egid Simon begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und gedachte den im vorigen Jahr verstorbenen Mitgliedern, denen man ein Ehrendes Gedenken bewahren werde.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Egid Simon auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Es sei ein erfolgreiches Vereinsjahr gewesen, mit interessanten Vorträgen,  anspruchsvollen Gruppenfahrten und geselligen Gruppentreffen.

Es freute ihn besonders, dass „unser Verein im letzten Jahr wieder viele neue Mitglieder begrüßen konnte“, so Simon.

Schatzmeister Erich Hübner legte wieder ein gutes Jahresergebnis vor. Auch er beleuchtete kurz die erfreuliche Mitgliederentwicklung und freute sich über das gestiegene Spendenaufkommen und die insgesamt soliden Finanzen.

Die Kassenprüfer Hans-Günther Scharrer und Ralf Baumgartl bescheinigten Hübner eine vorbildliche Kassenführung. Vorstandschaft mit Schatzmeister wurden von der Versammlung einstimmig entlastet.

Anschließend wurde über eine beantragte Satzungsänderung bzw. –erweiterung abgestimmt. Die anwesenden Mitglieder votierten einstimmig für die Satzungänderungen hinsichtlich erweiterter Vereinszweck, erweiterte Vorstandschaft und verkürzter Einladungsfrist zu Versammlungen.

 

„Wir haben uns für 2018 viel vorgenommen“, eröffnete Vorstand Simon den Tagesordnungspunkt „Vorschau 2018“.

Zunächst steht eine Teilnahme an der Jahreshauptversammlung des Bundesverbands BMAB in Hannover an, mit einem angegliederten Workshop zum Thema „Leben in Bewegung trotz Amputation“ mit umfangreichen Referaten und Vorträgen.

Besonders aufregend wird der 24. März: für besonders aktive und mutige bietet sich die Möglichkeit, an einer Veranstaltung „Klettern für Amputierte“ eines Sanitätshauses im Allgäu im Alpinzentrum Kempten teilzunehmen. Klettern ist eine natürliche Bewegung, tief in unseren Genen verankert wie das Gehen und Laufen. Mit einem Team aus Trainern des Deutschen Alpenvereins und kletternden Orthopädietechnikern können Amputierte gemeinsam an der Wand durchstarten.

Im Mai ist dann ein Besuch der Orthopädie-Fachmesse OT World in Leipzig geplant. Hierzu sind alle eingeladen, sich bei einem Messerundgang aus erster Hand über die Neuerungen in der Prothetik zu informieren. Erste Anmeldungen hierfür konnten bereits während der Versammlung entgegengenommen werden.

Dann geht’s am 23. März nach Würzburg zur „Gruppeninventur“; hier steht die Gruppenorganisation auf dem Prüfstand. Diskutiert werden sollen bisheriges Vorgehen und Möglichkeiten zu verbesserter Gruppenorganisation.

Noch undatiert sind die geplanten Aktionen „Fahrsicherheitstraining“ und „Go-Cart-Fahren“ beim Altdorfer MC.  Mitgliederinteresse besteht, jetzt gilt es, im engen Jahresprogramm noch akzeptable Termine zu finden.  

Am 14. September ist wieder das große SHG-Sommerfest im Rektor-Nicol-Haus in Rummelsberg geplant; mit Referend Roland Zahn und seiner Geschichte  „1000 km durch Deutschland“ – mit 73 Jahren und trotz Oberschenkelamputation! Für Leib und Seele wird gesorgt, neben Kaffee und selbst gebackenen Kuchen wird es diesmal leckeren Braten mit köstlichen Beilagen geben.

Für Anfang Oktober dann will sich die Selbsthilfegruppe wieder an den in Winkelhaid geplanten „CharityCyclingDays um Matthias Reitenspiß beteiligen. Bereits 2017 ein großer Erfolg, will die Selbsthilfegruppe noch besser organisiert an der Charity teilnehmen, ihre eigenen Aktivitäten Radfahren und NW-Lauf Amputierter in größerem Umfang für den guten Zweck zu präsentieren. Der Erlös geht an Engelein e. V. zugunsten krebskranker Menschen.

Im November steht für die Peers-Gruppe noch die Teilnahme an der jährlich statt findenden Fortbildung zum Thema Peers im Krankenhaus an. Mit Beteiligung der Rummelsberger Peers startet in 2018 außerdem ein Forschungsvorhaben bzw. eine Studie des Unfallkrankenhaus Berlin UKB und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV  um Frau Dr.Melissa Beirau, Fachärztin am UKB, zu dem Thema Peer-Beratung bei Amputation von Gliedmaßen. Geplant ist auch die Beteiligung von Ärzten und Probanden im Klinikum Nürnberg Süd.

Traditionsgemäß bildet die „Weihnachtsfeier“ am 30.11. im Gasthof Sonne bei „unserem“ Wirt Rudolf Polzer den Abschluss des Selbsthilfejahres 2018.

„Bis dahin ist noch viel zu tun und wir sind um jede Hilfe dankbar!“ beschließt stellvertretender Vorstand Gerhard Albrecht den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung und leitet zum gemütlichen Beisammensein über.

Mit dem Austausch von Ideen und Wünschen für die zukünftige Arbeit endete die Jahreshauptversammlung der Initiativgruppe Gliedmaßenamputierter e. V.

„Zauberhafte“ Weihnachtsfeier 2017 der SHG

Am 24.11.2017 fand die Weihnachtfeier der Initiativgruppe statt.

Wir trafen uns, wie bereits im letzten Jahr, im Gasthof „Zur Sonne“ in Altdorf zu einem gemütlichen Jahresabschluss. Über 50 Mitglieder sind der Einladung gefolgt.

Erich Hübner überreichte ein Dankeschön an die HelferInnen beim Sommerfest und dem Plätzchenbacken für die Weihnachtstassen.

Gerlinde Schramm erfreute uns traditionell mit einer lustigen Weihnachtsgeschichte.

Das Highlight des Abends war dann der Auftritt des Zauberers Manfred Kroker aus Altdorf. Mit geschickt vorgebrachten Zauberkunststücken, lustigen Sprüchen und teilweise schwierigen „Zaubersprüchen“ hat er es verstanden, sein Publikum mitzunehmen auf eine Reise des Scheins und der Imagination. Er schenkte uns einen unvergesslichen Abend.

Anschließend trug Gerlinde spontan noch ein Gedicht vor,  Peter Sukowski ließ mit weihnachtlichen Klängen auf seiner Mundharmonika besinnliche Stimmung aufkommen; Jürgen Hösl brachte uns eine selbst erlebte Geschichte dar mit dem Motto: andern zu Helfen kann einem selbst Freude schenken.

Der restliche Abend war bei Rinderbraten, Schnitzel, Karpfen, fränkischen Schäufele und guter Unterhaltung ein voller Erfolg.

Mit guten Wünschen für die Weihnachtszeit und das kommende Jahr verabschiedete Egid Simon zu später Stunde die Gäste.

Selbsthilfegruppen kennenlernen und voneinander lernen – Berlin 18./19.11.2017

Aufgrund der Teilnahme an der PiK-Fortbildung in Berlin hat die Gruppenabordnung die Chance ergriffen, zu anderen SHGen persönlichen Kontakt auf zu nehmen.

Am Samstag 18.11.2017 verabredeten sich unsere Peers mit den Selbsthilfegruppen „Amputierten Treffpunkt Berlin-Brandenburg“ und einer Hamburger Selbsthilfegruppe zu einem „Gedankenaustausch“.

In loser Runde lernten man sich kennen, konnten seine Ansichten und Ideen austauschen, über andere Vorgehensweisen bei der SHG-Förderung, organisierte Gruppenunternehmungen und geplanten Aktionen und Veranstaltungen reden.

Es wurde ein wirklich interessanter und informativer Abend und Vormittag mit durchaus auch lustigen Einlagen. Nicht nur Franken haben Humor!

Abschließend verabredete man, sich künftig näher und öfter  auszutauschen, auch über eine WhattsApp-Chatgruppe. Ebenso sind weitere Treffen und jeweils Einladungen zu wechselseitigen Gruppenaktivitäten (z.B. Sommerfest) geplant.

Hiermit ist der erste Schritt getan hin zu einer umfangreicheren Vernetzung Gleichgesinnter um mit- und voneinander zu profitieren.